Ratgeber

Akne

Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen und betrifft vor allem Jugendliche, kann jedoch auch im Erwachsenenalter auftreten. Sie zeigt sich durch Mitesser, entzündliche «Bibeli» und in schwereren Fällen durch Knoten oder Zysten.
Akne ist nicht ansteckend, kann jedoch chronisch verlaufen und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Mit einer individuell angepassten Therapie lassen sich die Symptome in den meisten Fällen gut kontrollieren.


Key Facts:

Betroffene
Häufig ab dem 9. Lebensjahr – Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Therapieziele
Reduktion von Läsionen, Narbenvorbeugung, psychosoziale Entlastung.

Lokaltherapie
Cremes und Gele, die direkt auf die Haut aufgetragen werden. Mehrere Wirkstoffe stehen zur Verfügung – wir wählen das Passende aus.

Systemtherapie
Tabletten bei mittelschwerer bis schwerer Akne. Bei sehr hartnäckiger Akne gibt es besonders wirksame Optionen.

Weitere Therapieoptionen
Hormonell wirksame Therapien – besonders geeignet für Frauen. Können gleichzeitig zur Verhütung beitragen.

Kombinationstherapie
Mehrere Wirkmechanismen lassen sich kombinieren. Der Arzt stellt die beste Kombination individuell zusammen.


  • Acne vulgaris gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen, die von Dermatologen in den Schweiz und weltweit diagnostiziert und behandelt werden.

  • Die Entstehung von Akne ist multifaktoriell. Eine zentrale Rolle spielen hormonelle Veränderungen, insbesondere während der Pubertät, die zu einer erhöhten Talgproduktion führen. Weitere Faktoren sind eine Verhornungsstörung der Haut, bakterielle Besiedelung (insbesondere Cutibacterium acnes), genetische Veranlagung sowie äussere Einflüsse wie Stress, bestimmte Kosmetika oder Medikamente.

  • Es gibt verschiedene Formen der Akne, die sich in Schweregrad und Erscheinungsbild unterscheiden. Die häufigste Form ist die Akne vulgaris. Daneben gibt es die Akne tarda (Erwachsenenakne), die häufig bei Frauen auftritt. Schwerere Formen sind die Akne conglobata mit tiefen Entzündungen und Narbenbildung sowie die Akne fulminans, eine seltene, sehr schwere Verlaufsform mit systemischen Symptomen.

  • Typische Symptome der Akne sind fettige Haut, Mitesser (offene und geschlossene Komedonen), entzündliche Papeln und Pusteln sowie in schwereren Fällen schmerzhafte Knoten oder Zysten. Die Haut kann gerötet und empfindlich sein. Bei ausgeprägten Verläufen besteht zudem das Risiko einer Narbenbildung. Neben den körperlichen Beschwerden kann Akne auch eine erhebliche psychische Belastung darstellen.

  • Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Akne. Leichte Formen werden meist mit äusserlich anzuwendenden Präparaten (z. B. Retinoide, Benzoylperoxid oder Antibiotika) behandelt. Bei mittelschwerer bis schwerer Akne können zusätzlich systemische Therapien wie orale Antibiotika oder Isotretinoin eingesetzt werden. Ergänzend können medizinische Peelings, Lasertherapien oder professionelle Ausreinigungen sinnvoll sein. Eine frühzeitige Behandlung hilft, Narben zu vermeiden.

  • Eine konsequente, aber schonende Hautpflege ist entscheidend. Empfehlenswert sind milde Reinigungsprodukte und nicht-komedogene Pflegeprodukte. Starkes Reiben oder Ausdrücken von Pickeln sollte vermieden werden, da dies Entzündungen verschlimmern und Narben verursachen kann. Zudem kann ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Schlaf und Stressreduktion den Hautzustand positiv beeinflussen. Regelmässige dermatologische Kontrollen unterstützen den Therapieerfolg.

FAQ Akne

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