Hautpilz/Nagelpilz

(Tinea (Trichophyton)/Onychomykose)

Ratgeber

Tinea ist der Oberbegriff für Pilzinfektionen der Haut, die durch sogenannte Dermatophyten verursacht werden – am häufigsten durch Trichophyton rubrum und Trichophyton mentagrophytes. Je nach Körperstelle spricht man von Tinea pedis (Fusspilz), Tinea corporis (Rumpf), Tinea cruris (Leistenbereich) oder Tinea capitis (Kopfhaut).

Hautpilz ist weit verbreitet und betrifft Menschen jeden Alters. Er ist ansteckend, gut behandelbar und hinterlässt bei rechtzeitiger Therapie keine bleibenden Schäden. Mit konsequenter Lokaltherapie und manchmal zusätzlicher Systemtherapie heilen die meisten Formen innerhalb weniger Wochen vollständig ab.

Bei einer Beteiligung der Nägel (Onychomykose) ist deutlich mehr Geduld gefragt: Da Zehennägel etwa 12 Monate und Fingernägel etwa 6 Monate benötigen, um vollständig nachzuwachsen, muss die Therapie entsprechend lange durchgehalten werden – erst wenn der gesunde Nagel vollständig nachgewachsen ist, gilt die Infektion als ausgeheilt.


Key Facts:

Häufigste Erreger:
Trichophyton rubrum, T. mentagrophytes, T. interdigitale; seltener Microsporum canis (von Tieren)

Häufigste Formen:
Tinea pedis (Fusspilz) – häufigste Form; Tinea corporis (Schuppenflechten-ähnlich); Tinea cruris; Tinea capitis (Kinder)

Übertragung:
Direkter Hautkontakt, kontaminierte Böden (Bäder, Umkleiden), Tiere (Katzen, Hunde), Schuhe/Textilien

Inkubationszeit:
Einige Tage bis Wochen nach Kontakt; begünstigt durch Feuchtigkeit, Wärme, Mikrotraumata und geschwächtes Immunsystem

Diagnose:
Klinisches Bild meist wegweisend; Pilz-PCR und/oder Pilzkultur sowie manchmal KOH-Nativpräparat (Fremdlabor)

Heilbarkeit:
Sehr gut bei konsequenter Therapie; Rezidivrisiko bei Risikofaktoren (Hyperhidrose, Diabetes, enge Schuhe)


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