Ratgeber
Psoriasis vulgaris
Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte) ist eine der häufigsten chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen und betrifft weltweit etwa 2–3 % der Bevölkerung. Psoriasis ist nicht ansteckend, kann jedoch chronisch verlaufen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen – körperlich wie psychisch. Mit einer individuell abgestimmten Therapie (unter anderem Biologika) lassen sich die Symptome heute in den meisten Fällen deutlich kontrollieren oder vollständig zum Verschwinden bringen.
Key Facts:
Betroffene:
2–3 % der Bevölkerung; Erstmanifestation häufig zwischen 20–30 oder 50–60 Jahren
Ursache:
Multifaktoriell; genetische Veranlagung und Immunsystem-Dysregulation (T-Zell-vermittelt)
Therapieziele:
PASI 90 oder absoluter PASI <2; Verbesserung der Lebensqualität (DLQI ≤5)
Lokaltherapie:
Kortikosteroide, Vitamin-D-Analoga (Calcipotriol), Kombinationspräparate, Keratolytika
Systemtherapie:
Methotrexat, Fumarsäureester, Ciclosporin; Biologika (IL-17-, IL-23-, TNF-α-Inhibitoren)
Neuere Therapien:
Biologika ermöglichen heute häufig vollständige Erscheinungsfreiheit
Komorbiditäten:
Psoriasisarthritis (ca. 30 %), kardiovaskuläre Erkrankungen, metabolisches Syndrom, Depression
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Psoriasis vulgaris ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die durch eine überschiessende Immunreaktion zu einer beschleunigten Hauterneuerung führt. Es entstehen scharf begrenzte, gerötete Plaques mit silbrig-weisser Schuppung
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Die Erkrankung ist multifaktoriell bedingt: Genetische Veranlagung spielt eine grosse Rolle – bei Betroffenen mit erkrankten Elternteilen steigt das Risiko deutlich. Auslöser (Trigger) können Infekte, Stress, bestimmte Medikamente, Alkohol oder Verletzungen der Haut sein.
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Die häufigste Form ist die Psoriasis vulgaris (Plaque-Typ). Weitere Formen sind die Psoriasis guttata (tropfenförmig), pustulöse Psoriasis, Psoriasis inversa (Körperfalten) und die erythrodermische Psoriasis.
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Typisch sind scharf begrenzte, gerötete und schuppende Plaques an Ellbogen, Knien, Kopfhaut und Rücken. Häufig besteht Juckreiz. Das „Kerzenwachs-Phänomen" (Abkratzen der Schuppen) und das „Auspitz-Zeichen" (punktförmige Blutung darunter) sind charakteristisch.
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Bei leichter Psoriasis stehen lokale Therapien im Vordergrund (Kortikosteroide, Vitamin-D-Analoga). Bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis kommen systemische Therapien wie Methotrexat oder moderne Biologika zum Einsatz, die heute häufig vollständige Erscheinungsfreiheit ermöglichen.
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Regelmässige Hautpflege mit rückfettenden Cremes, Meiden von Triggerfaktoren (Stress, Alkohol, Rauchen), ausgewogene Ernährung und Bewegung können den Verlauf positiv beeinflussen.